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Kein Nanosilber an die Haut lassen


Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Nanosilber


Nanosilber gehört nicht in Lebensmittel, Textilien und Kosmetika, heißt es in einer Mitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Die winzig kleinen Silberteilchen werden immer mehr in Produkten eingesetzt, die direkt mit der Haut in Berührung kommen. Dass das unbedenklich ist, ist laut BfR aber nicht bewiesen.

Nano im Kühlschrank und in Socken

Silber und Silberverbindungen setzen Ionen frei, die das Wachstum von Keimen hemmen können. Sie werden daher zum Beispiel in kosmetischen Mitteln wie Deodorant, Textilien und in Haushaltsgeräten verwendet. Die antibakteriellen Eigenschaften von Silberteilchen machen sich Hersteller von verbrauchernahen Produkten seit langem zunutze.

Neuerdings werden auch kleinste Silberpartikel in Nanogröße eingesetzt. So sollen zum Beispiel die mit Nanosilber beschichteten Oberflächen in Kühlschränken das Wachstum von Keimen verhindern und in Sportsocken soll es die Geruchsbildung vermeiden. Ob von Nanosilber ein gesundheitliches Risiko für Verbraucher ausgeht, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen. „Solange wir mögliche gesundheitliche Risiken nicht sicher ausschließen können, empfehlen wir Herstellern, auf Nanosilber in verbrauchernahen Produkten zu verzichten“, sagt Prof. Andreas Hensel vom BfR.

Besondere Eigenschaften

Unter Nanopartikeln werden Teilchen mit einem Durchmesser kleiner als 100 Nanometern verstanden. Nanopartikel haben andere physikalische Eigenschaften als größere Teilchen des gleichen Stoffes. Diese besonderen Eigenschaften machen sie für unterschiedliche Einsatzbereiche interessant. Doch es sei nicht geklärt, ob sie auch zum Gesundheitsrisiko für Verbraucher werden können, heißt es von Seiten des BfR.

Das Institut sieht Forschungsbedarf zur Klärung grundlegender Fragen im Zusammenhang mit der Verwendung von Nanosilber: Was bewirkt Nanosilber im Menschen, und wie groß ist die Gefahr der Resistenzentwicklung? Bis die Fragen geklärt seien, solle man keine Produkte mit Nanosilber anwenden.


15.06.2010 | Von: Redaktion apotheken.de; Stefanie Grutsch


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