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Migräne kommt nicht vom Wetter


Was tatsächlich an den Kopfschmerzen schuld ist


Glauben Sie auch, dass ein Wetterumschwung bei Ihnen Migräne auslöst? Dann sollten Sie besser damit aufhören, denn so könnte die Migräne fern bleiben. Wieso Wetter nur wenig Einfluss auf die Schmerz-Attacken hat und was sie wirklich auslöst.

Wetter egal

Die Temperatur ändert sich abrupt, auf Sonnenschein folgt Gewitter – viele Menschen sind überzeugt, dass genau solche Wetterwechsel bei ihnen zu Migräne-Attacken führen. Tatsache ist aber: Weder besonders sonnige noch besonders verregnete Tage und auch nicht der schnelle Umschwung lösen Migräne aus.

Das zeigten öster­reichische Forscher in einer Studie mit 238 Migräne-Patienten aus Wien und Umgebung. Jeder Teilnehmer führte über 90 Tage hinweg ein Kopfschmerz­tagebuch. Dieses verglichen die Forscher dann mit dem Wetter, das zu dieser Zeit in Wien herrschte. Dabei fanden sie keinen Zusammenhang zwischen den Migräne-Anfällen der Teilnehmer und dem Wetter.

Migräne während der Regelblutung

Bei Frauen tritt Migräne am häufigsten während der Menstruation auf – und dann meist stärker als sonst. Der Grund: Während der Periode sinkt der Östrogen-Spiegel stark und begünstigt so Migräne-Anfälle.

Wie das genau passiert, haben Forscher aber noch nicht eindeutig geklärt. Manche Experten meinen, das wenige Östrogen mache Frauen empfindlicher gegenüber Stress – andere glauben, dass der Östrogenspiegel die Ver­arbeitung von Schmerz im Gehirn beeinflusse. Frauen mit dieser Art von Migräne könnte es helfen, keine Pillenpause zu machen. Das müssen sie aber mit dem Arzt klären.

Auslöser Stress

Was Attacken noch auslöst, sind Stress oder das Nach­lassen von Stress, ebenso bestimmte Nahrungsmittel oder Alkohol. Sogar genetische Faktoren spielen eine Rolle. Aber eben auch die Erwartung, dass das Wetter Migräne hervorruft, löst die Schmerz-Attacke aus.


11.08.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Tina Neundorf


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